Blattleben

Im Frühling aus der Knospe sprießt
nach kalter Winterszeit gar lieblich zarter Trieb,
von der warmen Sonne keck er nascht
und wächst mit Hast, so rasch, so rasch.


Im Sommer dann, in voller Pracht,
schlürft gar gierig er den Sonnensaft;
im kühlen Schatten, den Helios ihn werfen läßt
erquicket sich so manch Geschöpf.


Im Herbst alsbald entschwindet ihm das Leben,
sterbend wandelt seine Farbe sich
und letztlich taumelt er zu Boden,
so schließt sich der Kreis, der ewiglich.

 
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